INTAKT RECORDS CD-REVIEWS

INGRID LAUBROCK
MUSIC FOR CHAMBER ORCHESTRA AND SMALL ENSEMBLE

DREAMT TWICE, TWICE DREAMT

Intakt CD 355 / 2020

 

Rigobert Dittmann, Bad Alchemy 108, Oktober-November 2020

 

Betsy Bell, jazzjournal.co.uk, Oct 22 2020 (EN)

 

Wolfgang Gratzer, Jazz Podium Magazine, Nov 2020 (EN)

 

 

 

 

 

Paul de Barros, Downbeat, November 2020

 

Nate Chinen, wbgo.org (Fall Preview), Sept 14 2020

Daniel Barbiero, AvantMusicNews.com, Nov 9 2020 (EN)

Nazim Comunale, The New Noise Blog, Nov 16 2020 (IT)

rock-decibels.org, Nov 16 2020 (FR)

 

 

 

Stéphane Olivier, Jazzmagazine, France, Décembre 2020-Janvier 2021

Phil Freeman, Stereogum, November 2020

 

Gespräche ohne Worte

Die deutsche Saxophonistin Ingrid Laubrock, geboren 1970, gross geworden in den neunziger Jahren auf der bewegten Londoner Szene, seit 2008  umgezogenen nach New York, spricht viele Sprachen, aber alle mit einem eigenen, schnell erkennbaren Zungenschlag. Länger schon eine anchor woman des Schweizer Avantgarde-Labels «Intakt», hat sie sowohl eine Vorliebe für Musik im grossen Verband, zwischen ausgeschriebener Komposition und eingestreuten improvisatorischen Sprengsätzen. Eben ist von ihr «Music for Chamber Orchestra and Small Ensemble» erschienen.: «Dreamt Twice. Twice Dreamt». Anderseits liebt Laubrock hoch konzentrierte Kleinformationen, namentlich Duos, in denen ebenfalls nicht immer leicht auszumachen ist, was im Parlando allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Spielen, was im voraus konzipiert ist. Ein besonders dichtes Duo-Album ist Laubrock mit einer langjährigen «Seelenverwandten» gelungen, der kanadischen, ebenfalls in den USA lebenden Pianistin Kris Davis (*1980): einer wie sie mit neuer E-Musik vertrauten strukturell denkenden «freien» Improvisatorin. Die Nähe der beiden Partnerinnen  meint in diesem Zwiegespräch keinen spannungslosen Einklang. Zwar finden sie sich gelegentlich überraschend zu kurzen Unisono-Parallelläufen, aber die abstrakte Poesie ihrer Musik entwickelt sich im Wesentlichen aus gegenseitigen sanften Provokationen. Das besondere  dieser Musik: sie ist abstrakt, aber nicht hermetisch. Auffallend ist bei diesem Dialog ein erzählerisches Element. Es sind Gespräche ohne Worte in zwei Dialekten einer musikalischen Metasprache. Klingt kompliziert, und ist für den Hörer zuweilen mit etwas Arbeit verbunden, die für den, der sich nur erst darauf einlässt, in  grosses Vergnügen umschlägt. Im übrigen: so ernst diese jedes Klischee verweigernde Musik zunächst anmuten mag, sie hat gelegentlich auch eine Art überwältigende Kindlichkeit, etwas von musikalischem Fingerpainting. Ihr Ernst ist der Ernst des Spiels. Einzelne Stücke sind in ihrer gestischen Theatralik eigentliche Humoresken. Und bei allem Hang zur Abstraktion klingt in vielen Stellen «eine etwas  verzerrte und seltsame Lyrik, die nicht wie eine ‘normale’ Ballade klingt» (Laubrock). Kurz: eine radikale, aber nie gewalttätige Musik, schwebend zwischen Emotionalität und dem kühlen Zauber der Abstraktion.
Peter Rüedi, Weltwoche, Zürich, 48 / 2020

 

 



Bruce Gallanter, Downtown Music Gallery, New York, November 2020

radiohoerer, radio.friendsofalan.de, Nov 24 2020 (DE)

Manuela Krause, deutschlandfunkkultur.de, Nov 24 2020 (DE)

 

Kevin Coultas, inonthecorner.com, Nov 20 2020 (EN)

 

Matt Micucci, Jazziz, Nov 20 2020 (EN)

 

jazztrail.net, Nov 19 2020 (EN)

 

Giuseppe Mavilla, Scrivere di Jazz, Nov 19 2020 (IT)

 

Seth Colter Walls, The New York Times, Nov 19 2020 (EN)

 

Steve Smith, Night After Night Blog, Nov 21 2020 (EN)

 

Jordannah Elizabeth, The New York City Jazz Record, Nov 2020

 

Perlentaucher.de, Nov 2020

 

Dave Sumner, Bandcamp Daily, Dec 03 2020(EN)

 

Kevin Press, The Moderns, Nov 29 2020

 

Babette Michel, WDR Radio, Nov 26 2020

 

Marlbank Blog UK, Nov 26 2020 (EN)

 

World of Abstract Dreams Blog, Nov 22 2020 (EN)

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