INTAKT RECORDS – CD-REVIEWS

CHRIS SPEED TRIO
WITH CHRIS TORDINI AND DAVE KING
PLATINUM ON TAP

Intakt CD 294 / 2017

 

 

Jörg Konrad, Kultur Komplott, Deutschland, 5.8.2017

 

 

Human Feel, Bloodcount, Pachora, Alasnoaxis, The Claudia Quintet, Uri Caine Ensemble, Endangered Blood... Allem gemeinsam? Der Tenorsaxophonist Chris Speed, der heuer 50 wird. Das CHRIS SPEED TRIO von Platinum On Tap (Intakt CD 294) ist allerdings nicht mehr das mit Perowsky & Saft, sondern das von "Really OK" (Skirl, 2014). D. h. den Bass zupft Chris Tordini, auf Intakt bekannt mit Angelika Nescier ("NYC Five") und mit Jim Black ("Malamut"), trommeln tut Dave King, bekannt mit Happy Apples und seiner Trucking Company (mit Speed), aber hauptsächlich natürlich mit The Bad Plus. Mit Speed hat er hier Teil an einem zentripedalen Sog in essentiell Jazzige, einem Neo­traditionalismus, dem nun auch solche nachgeben, die sich bisher mit dem musikali­schen Universum ausgedehnt hatten: Tom Rainey, Jamie Saft... Noch gibt es einesteils mit 'Spirits' das Bekenntnis zu Albert Ayler, aber zugleich auch 'Stardust' von Hoagy Carmichael und durchwegs eine Rekalibrierung der eigenen Spieltechnik auf einer Zeitreise zu Lester Young und Coleman Hawkins. Das geht bis zur Pastiche, ein sich Anschmiegen an den Sound der Alten, zärtlich, demütig fast. Speed dämpft seinen Ton luftig, um der belegten Melancholie von "Prez" nahezukommen. King folgt ihm nicht immer in die Vergangenheit, aber der kahle Brocken wirkt eh immer, als ob er mit seinen Stöckchen zwar Suppe löffeln könnte, lieber aber ordentlich Prügel austeilen würde. Bei 'Arrival High' klappert er, einige Stockwerke zeitnäher, auf eigene, hardboppige Rechnung. Speed billigt oder verlangt das sogar, um den Kontrast voll auszukosten, der, auch wenn sich King bei 'Buffalo 15' lakonisch drosselt, eine reizvolle Reibung bleibt. Das Saxophon klingt wie durch Stoff- oder Staubschichten hindurch, mehlig, stumpf, matt, nicht im Sinne von schwach, sondern von 'nur schwach leuchtend', von matt glänzend. Auf diese matte Weise klingt 'Pretty Much' beschwingt neben dem krabbeligen und springenden Hoch-Tief von 'Crooked Teeth' mit seinem King-Size-Drumming. Speed sucht quasi simple Lösungen und gestaltet dennoch die jeweils 'nur' 4 - 5 Minuten so reichhaltig, dass sie einem fülliger vorkommen. Schwingt bei 'Stardust' nicht doch ein wenig Beiderbecke mit (der Carmichael angeregt hat)? Billie Holiday erscheint jedenfalls als Geist, und die eilen, im Plural, zu Aylers wundersamer Beschwörungsformel leicht­füßig herbei, wenn das Speed Trio sie da so ausnehmend rasant formuliert.
Rigobert Dittman, Bad Alchemy 95, August 2017

 

 

 

Ulrich Steinmetzger, Leipziger Volkszeitung, 11.8. 2017

 

 

Nate Chinen, WBGO, USA, August 14, 2017

 

Claude Loxhay, JazzAround, Belgium, August 2017

 

 

Ulrich Steinmetzger, Südkurier, Deutschand, 25. 8. 2017

 

 



Giovanni Russonello, New York Times, August 18, 2017

 

 

Steff Rohrbach, Jazznmore, Schweiz, Sept-Okt 2017


Will Layman, Pop Matters, USA, 28 August 2017

 

 



Izzy Yellen, Downbeat Editors's Pick, September 2017

 

 

Karel Van Keymeulen, De Standaard, 6.9. 2017

 

 

 

Jazztrail, New York, 26. September 2017

 

 

 

Phil Freeman, New York City Jazz Record, October 2017

 

 

 

Enrico Bettinello, Giornaledellamusica, Italia, September 2017

 

Paul Jaillet, Jazz Magazine, Paris, Octobre 2017

 

 

 

Georges Tonla Briquet, Jazzenzo, Netherland, 13. September 2017

 

 

 

Udo Andris, Jazzpodium, Deutschland, Oktober 2017

 

 

 

to Intakt home