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450+ Recordings ∙ 40 Years of Music History ∙ 1986 - 2026
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229: SARAH BUECHI. Flying Letters

Intakt Recording #229 / 2014

Sarah Buechi: Voice
Stefan Aeby: Piano
André Pousaz: Double Bass
Lionel Friedli: Drums

Recorded by Andy Neresheimer, May 20 – 22, 2013, at Hardstudios Winterthur.

Original price CHF 12.00 - Original price CHF 30.00
Original price
CHF 30.00
CHF 12.00 - CHF 30.00
Current price CHF 30.00
Format: Compact Disc
More Info

Sarah Buechi’s debut on Intakt Records has a clear, unique identity. The diverse musical contents are drawn into various orbits by the gravitational pull of her strong personality, her distinctive voice, her particular approach to composition and the quality of her texts, often multilayered. Travelling, being on the move has a very existential significance for the Swiss singer Sarah Buechi. For a year she studied at the renowned Karnataka College of Percussion in Bangalore. In Paris she took lessons with Médéric Collignon. At a workshop by the New York Saxophoneophonist Steve Coleman in Dublin, where she was now working as head of vocal department at the Newpark Music Centre, she discovered a rhythmic concept based on the simultaneous use and overlaying of various different extended metres. Sarah Buechi went to Ghana, where she studied for a month with the great balafon master Bernard Woma at the Dagara Music and Arts Center in the outskirts of Accra. Sarah Buechi has distilled these influences and translated them into the language of jazz and pop. Her musicians, the pianist Stefan Aeby, bassist André Pousaz and drummer Lionel Friedli, all shining stars of the young, creative Swiss scene, play across and with these various stylistic idioms. Music indeed, which comes from somewhere or another, with a strong, unique and clear personality

Album Credits

Cover art: Conor O'Donnell
Graphic design: Jonas Schoder
Photos: Remo Ubezio
Liner notes: Christian Rentsch

All songs and lyrics by Sarah Buechi. Recorded by Andy Neresheimer, May 20 – 22, 2013, at Hardstudios Winterthur, for Schweizer Radio und Fernsehen. Mixed by Florian Pittet at Studio de la Fonderie, Fribourg, June 19, July 12, Dez 12, 2013. Mastered by Christoph Utzinger, Berne.

  • 5 stars: 18 (100%)
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  • 1 star: 0 (0%)
S
Swantje Kammerecker
Südostschweiz

80. Musikwoche startet mit einer Jazznacht

Jung und vital kommen die zwei Eröffnungskonzerte der 80. Musikwoche Braunwald daher - Jazz mit Sarah Buechi & Band sowie mit Gregor Loepfe & Kristin Hofmeister.

Zur Eröffnung der 80. Musikwoche Braunwald am Samstag hält Hans Brupbacher, Präsident des Vereins Musikwoche Braunwald, einen kurzen Rück-blick auf die Anfänge des von Nelly Schmid mit einem musikalischen Sommerkurs begründeten «Festivals». Erstaunlicherweise sei ihre Konzeption noch immer gültig: eine Mischung von Konzerten, Kursen und Verweilen in der Natur. Eine visionäre Idee, welche das älteste Schweizer Musikfestival begründete, zwei Jahre später folgte das heute viel grössere Luzern-Festival.

Die Ausrichtung der Konzerte habe noch immer den Schwerpunkt klassisch-romantische Musik, so Brupbacher, erweiterte und erweitere sich aber in alle Richtungen, was auch im Wochen-motto 2015 «Stimmen» zur Geltung kommt: Da gibt es neben Jazz auch Jo-delgesang, modernes Madrigal, einen Stimmakrobaten im Landesplattenberg und den Singwochenchor zu hören.

Mit Sarah Buechi und ihrer Band <<> tritt eine erfolgreiche und avantgardistische Jazzsängerin und Songwriterin auf, die als ehemalige Maturandin der Kanti und Geigenschülerin an der Musikschule einigen im Kanton Glarus bekannt sein dürfte.

Mit Stefan Aeby (Piano), André Pousaz und Lionel Friedli (Schlagzeug) hat Sarah Buechi eine Band gegründet, die weit über Jazz-Begleitung hinausgeht. Die Stimme ist das wohl modulationsfähigste Instrument. Mal mischt sie sich weich und schmeichelnd ins Ensemble, dann wieder steigt sie empor, kraftvoll, drängt mit rhythmischen und melodischen Impulsen vorwärts, zeigt eine grosse Spannweite.

Raffiniert, lebensfroh, suggestiv

Tieftraurig und mit dramatischem Fina-le ihre «Simeliberg»-Version, voller, beinahe kindlicher Lebensfreude «Alive», raffiniert und suggestiv «Addictions». Viel Applaus, glückliche Gesichter: ein guter Auftakt. Einzig - die Reihen waren nicht ganz voll.

Ab 21.30 Uhr geht es in der «Bellevue»-Bar weiter mit der Jazznight -
ebenfalls eine Premiere in der Geschichte der Musikwoche. Gregor Loepfe, langjähriges Vorstandsmitglied der Musikwoche, und die Sängerin Kristin Hofmeister servieren Stücke aus dem Great American Songbook. Da werden schön umgesetzte Jazzstandards, aber auch Anklänge zum frühen Pop geboten. Die Sets umfassen Stücke wie «Days of wine and roses>> oder «Autumn leaves».

Souverän, brillant, einfallsreich

Die beiden sind gut aufeinander eingestellt, haben schon zusammen eine CD produziert und entlocken dem alten Hotelklavier und den per Mikro verstärkten Stimmbändern charmante Klänge.. Als Jazzpianist wirkt Loepfe souverän, technisch brillant, einfallsreich. Kristin Hofstetters eher tiefer Sopran schmiegt sich gut in die bluesigen Passagen, könnte oben noch mehr Strahlkraft haben. Ausdruck und Sprache kommen au-thentisch daher. Fast pünktlich um Mitternacht endet die Jazznacht. Durch prasselnden Regen sind kurz zuvor die letzten Tagesgäste auf die Bahn geeilt.

M
Mirjam Oertli
Handelszeitung

Musik für den Restihres Daseins

Sarah Buechi Die 33-Jährige studierte Jazzgesang an der Hochschule Luzern und führt heute ein bewegtes Berufsleben

Wer an Jazz denkt, bewegt sich gedanklich wohl eher in New Orleans oder Chicago als im südindischen Bangalore. Doch genau dort zog es die Jazz-musikerin Sarah Buechi hin, um an ihrer Gesangstechnik zu feilen. «Südindische Musik und Jazz haben mehr gemeinsam, als man denkt», sagt die Luzernerin. So seien Rhythmus und Improvisation bei beiden zentrale Bestandteile.

Eine Offenheit für das Andersartige, aber auch für das Reisen zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben von Buechi. Aufgewachsen in einer musikalischen Familie die Mutter ist Chorleiterin und Organistin, der Vater Klavierlehrer, Chorleiter und Komponist kam sie zunächst mit Klassik in Berührung. Als Teenager merkte Buechi jedoch bald, dass sie sich mehr zu rhythmischer Musik hingezogen fühlte zu Pop, Rock und eben Jazz. Auch begann sie selbst zu komponieren und schrieb als Maturitätsarbeit am Gymnasium in Glarus ein eigenes Musicaltheater. «Ich hatte dabei so viel Spass, dass ich Tag und Nacht daran arbeitete. Eine Bewerbung an der Jazzschule der Hochschule
Luzern lag also nahe. Dort absolvierte sie ein Bachelor-Studium in Schulmusik mit Hauptfach Jazzgesang und belegte danach die Master-Studiengänge in Pädagogik und Performance. Im Mittelpunkt des Jazzstudiums in Luzern steht die Förderung der eigenen musikalischen Sprache. Dazu braucht es auch theoretisches und musikgeschichtliches Wissen. Diese verschiedenen Komponenten fügen sich sorgfältig ausgewogen zusammen.

Ihr ganz eigener Stil

Es war im Rahmen des Studiums, dass sie den klassischen südindischen Gesang kennenlernte. Buechi war fasziniert und beschloss, nach Bangalore zu reisen, wo sie ein Jahr lang beim Musikerpaar Rama-mani und T.A.S. Mani Unterricht nahm. Eine Art Kulturschock. Dieser bezog sich aber nicht nur auf Land und Leute, sondern auch auf die Musik. «Ich musste bei null anfangen. Die ersten Wochen sass ich gemeinsam mit kleinen Kindern im Unterricht. Doch durch ihre Vorbildung konnte sie schnell aufbauen und gab nach wenigen Monaten ihre ersten Konzerte in Indien.

Zurück in der Schweiz, schloss Buechi ihr Studium an der Hochschule Luzern ab. Das Jahr in Indien wurde ihr angerechnet. Kein Wunder, lacht sie, seien ihre Abschlussarbeiten unter einem indischen Stern gestanden. Was auch für ihr erstes. Album «THALi» gelte.

Heute hört man den indischen Touch nicht mehr direkt, obwohl Buechi nach dem Studium noch für ein weiteres halbes Jahr nach Bangalore ging. «Natürlich sickert alles, was ich lerne, in meine musikalische Persönlichkeit», sagt Buechi. Aber die Einflüsse seien subtiler geworden. Sie hat einen ganz eigenen Stil entwickelt, nicht zu vergleichen mit klassischem Jazz. Eher ist es eine moderne, avantgardistische Ausprägung. Denn: Ihre Musik, so Buechi, müsse nicht allen gefallen. Lieber wolle sie die Leute zum Nachdenken anregen und dazu inspirieren, Dinge zu hinterfragen. Dies tue sie selbst pausenlos.

In Indien hat Buechi viel über kulturelle Prägung gelernt und erlebt, wie es ist, mit eigenen Wahrheiten alleine dazustehen -überstimmt von einer ganzen Kultur. «Das war ernüchternd», sagt Buechi. Doch die Auseinandersetzung mit Kulturen, Religionen und Philosophie inspiriert sie musikalisch.

Auftritte und Unterricht

Dass sie ihren Stil so frei entwickeln konnte, hält sie nicht zuletzt dem Studium zugute: «Die Jazzschule der Hochschule Luzern ist stilistisch sehr offen. Auch die Vernetzung, die die Ausbildung mit sich brachte, sieht sie als Vorteil. So ergaben sich musikalische Aufträge oft durch Kontakte, die sie vor Ort geknüpft hatte.

Seit dem Abschluss ist ihr Lebenslauf eine bunte Mischung aus Ländern, Projekten und teilzeitlichen Festanstellungen: Neben Auftritten als freischaffende Musikerin mit ihrer Band «Flying Letters oder in Formationen mit anderen Künstlem unterrichtete Buechi Jazzgesang am Newpark Music Center in Dublin. Dazwischen zog es sie für Studienaufenthalte nach New York, nach Paris, ja gar nach Ghana. Inzwischen lebt sie der Liebe wegen in London, macht einen Diplomkurs in kompletter Gesangstechnik in Kopenhagen, jettet zu Auftritten und Familien-besuchen in die Schweiz und arbeitet an ihrem dritten Album «Flying Letters - Reconnect». Dieses wird im Herbst beim Label Intakt Records erscheinen.

Die Schweiz ist als Arbeitsort zudem zentraler geworden, weil Buechi soeben. eine Stelle als Gesangsdozentin am Musikschule Konservatorium Zürich (MKZ) angenommen hat. Hier ist sie auch verantwortlich für den Aufbau eines Jazz-Pop-Rock-Chors. Neben dem Unterrichten arbeitet sie weiterhin als freischaffende Musikerin. «Es ist für mich motivierend, Erfahrungen weiterzugeben, die ich auf der Bühne sammle.»

Für ihre berufliche Zukunft hat Buechi lediglich einen Wunsch: Dass sie Musik machen kann für den Rest ihres Daseins. Berühmt zu werden, interessiere sie nicht. Es reiche ihr, wenn sie genug Publiku...

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Stefan Künzli
Aargauer Zeitung

Tobias Preisig und Klaus König haben unser Schweizer Jazzjahr am stärksten geprägt. Der 33-jährige Geiger mit seinem formidablen Album <«Drifting», der 78-jährige Pianist mit seinem Comeback nach langer Krankheit und der Veröffentlichung von 13 Alben seines Jazz-Live-Trios mit illustren Gastsolisten. Ein Stück Schweizer Jazzgeschichte. Be-merkenswert entwickelt sich der Jazzgesang. Angeführt von den beiden Vokalartisten Andreas Schaerer (Hildegard Lernt Fliegen) und Sarah Buechi sowie vom 25-jährigen, swingenden Pop-Jazzer Raphael Jost. Vielversprechend klingen auch Kostproben von René Moseles neuer Band Ramblin, mit der er den in die Jahre gekommenen Dixieland-Stil ins Hier und Jetzt überführt.

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Roman Hosek
SRF Radio

Sarah Büchi stürzt sich in jedes musikalische Abenteuer

Abseits von 4/4-Takt und westlichen Hörgewohnheiten erschliesst sich eine faszinierende und immense musikalische Welt. Die Sängerin Sarah Büchi hat sich aufgemacht, diese Welt zu entdecken – und reiste dafür nach Indien und Ghana. Ihre Karriere ist noch jung, ihr Wissensdurst unbändig.

Sarah Büchis musikalische Entwicklung verlief sehr organisch: Sie wird in eine musikalische Familie hineingeboren, ihre Mutter ist Organistin und Chorleiterin, der Vater Komponist und Klavierlehrer. Schon als Fünfjährige beginnt Sarah Büchi mit dem Geigenunterricht. Später kommen Klavier und Gitarre dazu, und schliesslich beginnt sie als Teenagerin in einer Rockband zu singen. Zudem schreibt sie schon während dieser Zeit ein eigenes Musical. Die Anerkennung dafür ist so gross, dass für Sarah Büchi klar ist: Musik soll nicht nur ein Hobby bleiben, sondern ihr Beruf werden.
Hier, hör' da mal rein!
Während ihres Studiums an der Musikhochschule Luzern, wo sie Jazzgesang bei Lauren Newton und Susanne Abbuehl studiert, bekommt sie vom renommierten Gitarristen Christy Doran eine indische CD in die Hand gedrückt. Diese kleine Geste sollte eine Weiche in Sarah Büchis musikalischem Leben stellen.
Sie ist von dieser Musik so fasziniert und inspiriert, dass sie nach ihrem Studium die Koffer packt und für 18 Monate nach Bangalore, in Südindien reist. Dort lernt sie am Karnataka College of Percussion die rhythmischen Bausteine der südindischen Musik und die Feinheiten des indischen Gesangs. Mit unserer westlichen Hörgewohnheit kommt man dabei nicht weit.
Aus einer Schwäche wird eine Stärke
Sarah Büchi ist unter anderem nach Indien gereist, weil sie früher Mühe mit anspruchsvollen Rhythmen hatte. Das hat sich massiv geändert. Die indische Rhythmusschule hat ihr eine weitere musikalische Weiche gestellt. Polyrhythmik und Polymetrik sind zu Sarah Büchis Stärken geworden. Also alles, was ausserhalb von 3/4- und 4/4-Takten rhythmisch sonst noch möglich ist – und das ist eine unendliche Welt.
Doch ihr Durst nach mehr Wissen ist unbändig, deshalb reist sie zum Rhythmus-Guru Steve Coleman nach New York, einem amerikanischen Jazzsaxofonisten. Mit ihm studiert sie einen Monat und lernt, dass diese faszinierende Welt der überlagernden Rhythmen ihren Ursprung in Ghana hat. Was also macht Sarah Büchi als nächstes? Sie reist für längere Zeit nach Ghana.
Der Rucksack füllt sich
Sarah Büchi hat sich bereits in ihrer jungen Karriere ein immenses musikalisches Wissen angeeignet. Nebenbei fand sie auch noch Zeit, zwei CDs unter eigenem Namen herauszugeben: «Vidya Mani» (2010) und «Flying Letters» (2013). Als Leadsängerin ist sie aber noch lange nicht ausgelastet, sondern stürzt sich als Sidewoman in etliche, oft sehr unkonventionelle Projekte.
Sie liebt die Herausforderung und die Einsicht in andere musikalische Welten. Und weil sie Musik auf so einem hohen Level verinnerlicht und ihr Gehör geschult hat, kann sie dort auch immer wieder über sich hinauswachsen. Schön, dass sich Kreise im Leben manchmal wieder schliessen: Denn eines ihrer Projekte ist «New Bag», die Band von Christy Doran. Jener Musiker, der sie ja gewissermassen auf ihre musikalische Reise geschickt hat.

https://www.srf.ch/kultur/musik/weltklasse-sommerkonzerte-sarah-buechi-stuerzt-sich-in-jedes-musikalische-abenteuer

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Reiner Kobe
Jazz Podium Magazine

Auf ihrem zweiten Album überrascht Sarah Buechi mit neun Eigenkompositionen. Die Musik der Schweizer Sängerin, die mit ihren 32 Jahren fast alle Kontinente bereist hat und nun in London wohnt, „scheint von irgendwoher zu kommen", heißt es in den liner notes. Von Jazz-Standards und Balladen aus dem Great American Song-book wohl nicht, eher von jungen europäischen Sängerinnen, die ihre Stimmen wie ein Instrument einsetzen. Tatsächlich ist für Sarah Buechi die Stimme ein vielfältiges Instrument. Sie besitzt verschiedene Elemente im Ausdrucksspektrum, das auf Klassik, Jazz und den fernen Osten verweist. Mit eigenwilligem stimmlichen Ausdruck gestaltet Sarah Buechi aus einer Kombination afrikanischer Polyrhythmik, indischer Gesangstechnik und modernem Songwriting etwas ganz Eigenes, etwas Neues. Unterstützt wird die Vokalistin von drei anerkannten Jazz-musikern, alle drei brillante Vertreter " der kreativen jungen Schweizer Szene" (liner notes): dem Pianisten Stefan Aeby, dem Bassisten Andre Pousaz und dem Schlagzeuger Lionel Friedli.

S
Steff Rohrbach
Jazz'N'More Magazine

Sarah Buechi ist eine äusserst eigenständige Künstlerin. Ihre facetten- und farbenreiche Stimme und ihre Songs entziehen sich einer Kategorisierung. Sie ist eine Vokalistin, die ihr Instrument auf vielfältigste Weise einsetzt und ihren persönlichen, unverwechselbaren Ausdruck findet. Wir begegnen hier nicht herkömmlichem Jazzgesang und Standards, sondern einer nach allen Seiten offenen und doch strukturierten Musik. Buechi geht konsequent und bewusst ihren Weg und erschliesst mit ihren Kompositionen und unpathetischen Texten Neuland. Sie studierte bei Lauren Newton und Susanne Abbühl, hat sich mit Steve Coleman auseinandergesetzt, war eineinhalb Jahre in Indien und reiste nach Ghana. All ihre Erfahrungen bilden das Fun-dament ihrer feinen Musik, ihrer klangvollen Forschungsarbeit. Beeindruckend, wie sie nuancenreich zwischen Brust- und Kopfstimme changiert, lang gezogene, überlagerte Sequenzen, schnelle Rhythmen, Lautes, Gehauchtes, Zerbrechliches, Text und Melodie verbindet und die einzelnen Stimmen des Quartetts zur gemeinsamen Sprache verschmelzen lässt. Dazu hat sie absolut passende Partner: Stefan Aeby, André Pousaz und Lionel Friedli spielen auf technisch hohem Niveau und äusserst sensibel, nehmen Buechis Geschichten auf und bringen sie wunderbar zum Klingen.

H
Hiroki Sugita
Japan Jazz

スイスから登場した器楽的歌唱法を得意とする新世代女性ヴォーカリストのセカンド・アルバム

ローレン・ニュートンとスザンネ・アビュールに師事し、インドで同国の伝統音楽とリズムを体得して個性を醸成。NYでスティーブ・コールマンとシーラ・ジョーダンに学び、完成させたスタイルは、初体験のリスナーに対しても耳をとらえて離さない吸引力があり、強烈な印象を与えること間違いなし。多彩な歌唱が随所で上記歌手たちを想起させながら、自分の道を切り開いていく逞しさも表現。ステファン・エビ・トリオの演奏はそんな革新的なサラとよくマッチしている。

C
Christoph Haunschmid
freiStil Magazine

Die 33-jährige Schweizer Vokalistin Sarah Buechi hat gemeinsam mit dem Pianisten Stefan Aeby, dem Bassisten André Pousaz und Drummer Lionel Friedli bei Intakt eine CD vorgelegt, deren Musik über das übliche Gesang-Klaviertrio-Begleitung-Spiel hinausgeht. Die Instrumentalisten sind Partner auf Augenhöhe, die Sounds werden gemeinsam entwickelt, auch wenn als Autorin sowohl der Musik als der Texte ausschließlich Buechi fungiert. Sie scheut die Bezugnahme auf verschiedenste Einflüsse nicht, man hört ihre Studien in New York bei so unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten wie Steve Coleman oder Sheila Jordan. Vor allem aber werden ihre Aufenthalte im Karnataka College of Percussion im südindischen Bangalore fühlbar. Dazwischen immer wieder Anklänge an Popsongs, ihre Melodik und schlichte Struktur. Ein schönes Beispiel ist Track 3: The Answer is yes. Die Gefahr bei so unterschiedlichen Bezügen ist ein gewisser Mangel an Originalität und Eigenständigkeit. Sarah Buechis Stimme hat aber einen sehr spezifischen Klang, der Sound des Quartetts ist kompakt und trägt gut.

K
Klaus Hübner
Westzeit

Die Schweizer können nicht nur Volksabstimmung, sie kön nen auch Musik. Neben der tra ditionellen alpenländischen Volksmucke überzeugen Schweizer Musiker schon seit langem mit feinster Jazzavantgarde und experimentierfreudigar Neugierde. Auch in der jün geren Generation, allesamt Absolventen diverser Musikhoch schulen, bahnen sich immer wieder außergewöhnliche Ta lente ihren Weg. Dazu zählt die Sängerin Sarah Buechi, die ihr zweites Album präsentiert. Auf beachtlichem Niveau erzählt sie kleine Schmuckstückgeschichten, die von ihren Musi kern Stefan Aeby, André Pousaz und Lionel Friedli mit vielen verschiedenen Farbtupfern und flächen illustriert werden. Sarah Buechi singt, spricht, seufzt, schmachtet, was vom Zuhörer hohe Aufmerksamkeit erwartet. In klei nen Schritten schweben große Gefühle vorbei Der Sound der Schweizer Alpen und Städte manifestiert sich in einem Rausch aus Sprache, Gesang und Klang.

M
Martin Schuster
Concerto Magazine

Herrlich, dass es solche Musik noch gibt, die in absolut keine Schubladen passen mag. Sarah Buechi aus dem Schweizer Kanton Glarus liefert mit Flying Letters weit mehr als eine Talentprobe ab. Die 33-jährige Sängerin (nein: Vokalistin) kondensiert alle Erfahrungen, die sie auf Studienreisen in aller Welt machen konnte, in einen neunteiligen Songzyklus, der stilistisch mit an der Grenze zwischen Jazz und Songwriting nur ungenügend beschrieben ist. Da gibt es kaum Strophenstrukturen, die Musik ihres wendigen Quartetts (Stefan Aeby-p. André Pousaz-b, Lionel Friedli-dr) entweicht immer wieder in überraschende Klangräume, bahnt sich wie ein wilder Fluss ein eigenes Bett. Buechi lässt sich für ihre Kompositionen von zyklischen südindischen Strukturen ebenso inspirieren wie von westafrikanischer Polyrhythmik oder strukturellen Ansätzen eines Steve Coleman; sie schafft daraus eine völlig eigenständige Tonsprache, die expressiv und subtil ist und sich keinen Deut um Stilgrenzen schert. Gut so.

T
Tor Hammerø
Nettavisen Norway

Ny stemme

Om ikke fra det store intet, men fra Sveits, kommer Sarah Buechi og byr på noe helt eget.

Sjøl om Sarah Buechi ikke er mer enn 33 år, så har hun rukket en hel del allerede. Som datter av en organist og korleder på den en sida og komponist, dirigent og pianolærer på den andre, så var det vel kanskje ikke så mye tvil om hvilken vei unge Sarah skulle slå inn på – det måtte nesten bli musikk. I store deler av sitt relativt korte liv har Buechi reist langt og mye – et år i India hvor hun lærte mye om «annerledes» musikk, en annen kultur og ikke minst seg sjøl. Seinere har det blitt lengre opphold i Paris og New York og de seineste åra har hun bodd og undervist i Dublin.
Alle impulser hun har fått med seg har hun satt sammen til et uttrykk som er veldig hennes eget både i måten å skrive låter og tekster på og måten å uttrykke seg på. Her finnes spor etter både jazz, pop og etnisk musikk og hun har en modig og offensiv måte å tolke tekst på. Buechi er usedvanlig dyktig når det gjelder å benytte seg av dynamiske virkemidler noe som gjør at man sitter ytterst på stolen for å få med seg alle detaljene. Hennes mange reiser i ymse miljøer har tydeligvis ført til at hennes musikkanskuelse har fått et helt eget og spennende skjær.
Sammen med en trio bestående av flere unge og utmerkede sveitsere, Stefan Aeby på piano, Lionel Friedli på trommer og André Pousaz på bass, så skaper Buechi en spennende og annerledes musikalsk oase som forteller oss at det skjer mye spennende også utenfor den slagne landeveien. Sarah Buechi fortjener masse oppmerksomhet allerede nå og kommer garantert til å ta nye, spennende steg i åra som kommer.

http://m.side2.no/musikk/musikkanmeldelser/ny-stemme/5187737.html

C
Christoph Wagner
Jazzthetik Magazin

SARAH BUECHI MUT ZUM ANDERSSEIN

Joni Mitchell hat mit Charles Mingus einst daran gearbeitet, Jazzimprovisation und Songformat unter einen Hut zu bringen.
Die Schweizer Vokalistin Sarah Buechi spinnt den Faden weiter. Auf dem neuen Album - ihrem zweiten - skizziert die Weitgereiste aus dem Schweizer Hinterland, die bereits mit Christy Doran, Christoph Stiefel und Steve Coleman gearbeitet hat, ein paar überzeugende Lösungen. Mit einer hochkarätigen Combo aus Stefan Aeby (p), André Pousaz (b) und Lionel Friedli (dr) gelingt ihr eine Synthese, die aufhorchen lässt. In ihren komplexen Songs, die aufbrausend-eruptiv, dann wieder zart und fein klingen können, leuchtet die Sängerin die verschlungenen Paradoxien der menschlichen Existenz aus. Sarah Buechi haut Pflöcke ein.

Christoph Wagner: Ihre Musik ist stilistisch nicht leicht zu verorten. Gibt es einen Leitstern, dem Sie folgen?

Sarah Buechi: Meine generelle Botschaft ist, den Leuten Mut zum Anderssein zu machen, sie aufzufordern, nicht den von der Gesellschaft vorgestanzten Maximen zu folgen. Musikalisch versuche ich, eine solche Individualität in Szene zu setzen. Ich bin jemand, der gerne Sachen ausprobiert, mit Formen experimentiert. Ich arbeite mit allem: von der avantgardistischen Improvisation bis zum traditionellen Kanon. Es geht dárum, eine Balance zwischen Liedform und Spontaneität zu finden. Die Frage lautet: Wie weit kann ich mich vom Üblichen entfernen, ohne Abstriche an meinem Ideal der Schönheit zu machen?

Christoph Wagner: Welchen Stellenwert haben die Textinhalte Ihrer Songs?

Sarah Buechi: Die Texte sollen sich in der Musik spiegeln. Ich greife Themen auf, die nicht alltäglich sind, und versuche, einen anderen Blickwinkel zu wählen. Ich singe z.B. anstatt eines Liebeslieds darüber, wie eine Beziehung zerbricht, mache das aber in Form einer Liebesballade. Auch zeitkritische Aussagen kommen vor. In einem Song setze ich mich mit den gegenwärtigen gesellschaftlichen Imperativen auseinander, die auf „immer schneller, immer größer, immer besser" abzielen. Ich stelle diesen Zwang zur Perfektion in Frage.

Christoph Wagner: Sie haben bei Steve Coleman in New York gelernt, auch in seiner Band mitgewirkt. Ist sein Einfluss in ihrer Musik präsent?

Sarah Buechi: Steve Coleman ist bis heute sehr wichtig für mich. Er erweiterte meinen Horizont. Colemans Musik arbeitet ja mit den verschiedensten Bausteinen. Eines dieser Elemente sind Patterns, rhythmische Muster, die sich wiederholen und sich dabei polyrhythmisch überlagern. Diese rhythmischen Zyklen sind verschieden lang, kommen aber an einem bestimmten Punkt zusammen. Es ist eine Art Perpetuum mobile: Einmal in Gang gesetzt, bleibt es scheinbar ewig in Bewegung und vermittelt ein Gefühl von Unendlichkeit. Das endlos Schwebende hat mich schon länger beschäftigt, vor allem, wie es mit dem Songformat in Einklang zu bringen ist, ohne dass es mechanisch wirkt, sondern eher im Hintergrund bleibt.

Christoph Wagner: Gibt es aus dem Elternhaus musikalische Prägungen?

Sarah Buechi: Bei uns zu Hause stand klassische Musik auf der Tagesordnung. Meine Mutter war Chorleiterin, mein Vater Klavierlehrer und Komponist. Die Polyphonie der Renaissance und Barockmusik habe ich mit der Muttermilch eingesogen. Ich erhielt Unterricht in klassischer Geige und Klavier sowie in klassischem Gesang. Ich habe mich darüber hinaus schon bald für Improvisation interessiert, habe mit anderen Sängerinnen improvisiert. Im Hinterland, im schweizerischen Glarus, wo ich damals das Gymnasium besuchte, gab es keine Jazzgesangslehrer in meinem Umfeld, niemand, der mir etwas über Improvisation hätte zeigen können. Bei Jazzkonzerten wurde mir dann bewusst, dass der Jazz eigentlich die Musik ist, die ich schon immer machen wollte. Ich ging dann auf die Jazzhochschule nach Luzern und habe bei Susanne Abbuehl und Lauren Newton Jazzgesang studiert.

Christoph Wagner: Schlägt sich der klassische Background in Ihrer Musik nieder?

Sarah Buechi: Ich denke schon. In einem meiner Songs namens „I Have Nothing To Say" übernimmt z.B. der Bass den Cantus firmus. Er spielt kein Pattern, sondern eine ganz eigenständige Melodie im Sinne der kontrapunktischen Linien im Barock, wobei das Klavier darüber ein zweihändiges Pattern entfaltet.

Christoph Wagner: Welche Rolle kommt den Mitmusikern zu?

Sarah Buechi: Wie in der Polyphonie der Renaissance sollte jeder Musiker einen eigenständigen Part spielen. Es geht mir darum, die Stimme in das Instrumental-Ensemble einzubetten, sie also nicht dominieren zu lassen. Das ist nicht einfach, weil das menschliche Stimmorgan leicht zur Dominanz neigt. Dagegen versuche ich anzugehen, indem wir bewusst einen Ensembleklang entwickeln, bei dem ich mit der Stimme auch manchmal begleite und wir in den Improvisationen das Kollektive suchen, das heißt: Die klassischen Jazzsoli, in denen ein Solist von einer Rhythmus-gruppe begleitet wird, sind auf ein Minimum beschränkt.

Musik als Spiegel der Texte

Christoph Wagner: Auf wel...

B
Beat Blaser
Kulturtipp Magazin

HOHE KUNST

Sarah Buechi war schon in verschiedenen Bands zu bestaunen. Auf ihrer eigenen CD bringt die Schweizer Sängerin nun alles zusammen, was sie kann: Vom klassischen indischen Gesang über Folk bis Jazz. All dieses Können kommt in ihren «Fliegenden Briefen» ganz unprätentiös daher. Bei Buechi fliessen Komposition und Improvisation, Texte, instrumentales Singen und Stimmungen ineinander. Die Begleitband lässt ihre Stimme funkeln wie ein Diamant.

A
Anonymous
Südostschweiz

Drei Formationen treten an den Churer Jazztagen auf

Im Hotel «Drei Könige» finden vom 19. bis 21. März die ­Churer Jazztage statt. Auf der Bühne stehen Three Wise Men feat. Scott Hamilton, The Nu Band und Sarah Büchi.

Zum Auftakt der Churer Jazztage im Hotel «Drei Könige» erklingt Swingmusik. Diese wird am Mittwoch, 19. März, von der Formation Three Wise Men feat. Scott Hamilton vorgetragen.
Sarah Büchi stellt neues Album vor
Auf dem Programm stehen des Weiteren Auftritte von The Nu Band und der Sängerin Sarah Büchi. Letztere präsentiert in Chur ihr neues Album «Flying Letters». Organisiert werden die Churer Jazztage vom Jazz Club Chur.